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Das hat (wirklich) nichts mit Religion zu tun.

Zuletzt aktualisiert von Michael Wladarsch am 24. März 2016 - 11:02

Menschlichkeit hat keine Grenzen.       

Die Gräben werden tiefer. Das christliche Abendland macht sich bereit einem neuen Ansturm von fremden Mächten zu widerstehen. Die Postionen am Rand des Abgrunds werden immer extremer. Kann die Lösung der momentanen Konflikte in einer immer unversöhnlicheren Haltung von Christentum und Islam liegen?

Mir sind noch die Bilder vom Sommermärchen 2015 am Münchner Hauptbahnhof im Kopf, wo sich einfach Bürger versammelt haben um Flüchtende willkommen zu heißen. Es ging dabei nicht um Religionszugehörigkeit, sondern um eine Geste der Menschlichkeit.

Seither ist viel passiert. Angst, Wut und Resignation machen sich breit und die Fronten sind scheinbar klar definiert. Die „christlich“ geprägte Leitkultur des Westens gegen den aufbegehrende „Islam“.

Die Attentate von Paris und Brüssel zeigen die schreckliche Fratze extremistischen Terrors und sind ein Angriff auf die freiheitlichen toleranten Werte, die viele von uns versuchen zu leben. Sie sind in einem religiösen Fundamentalismus begründet, der schon überwunden schien. Die Antwort einer freien Gesellschaft ist aber nicht das Wettrüsten von immer extremeren Standpunkten. Das Trennen von Gut und Böse, Schwarz und Weiß, Richtig und Falsch ist zwar der einfachere Weg, aber genau dieses Ziel verfolgen die Feinde einer offenen Gesellschaft, egal aus welchem Lager sie kommen.

Der Bund für Geistesfreiheit steht für freiheitliche Toleranz ohne einseitigem Schubladendenken. Die Besinnung auf grundlegende menschliche Werte jenseits von Geschlecht, Hautfarbe, Religion oder Staatszugehörigkeit ist der Schlüssel für das Zusammenleben auf einem Planeten, der zu klein ist für lokales Denken und zu groß für Engstirnigkeit.

Alles Blut ist rot.